|
Altenberger Dom
im Bergischen Land katholische Pfarrgemeinde Altenberg |
|
|
Das Zisterzienserkloster Haina |
|
|
|
Das Altenberger Tochterkloster Haina hat eine wechselvolle
Gründungsgeschichte hinter sich. Es brauchte mehrere Versuche bis die Gründung
eines Klosters gelang. Die Gründe hierfür liegen darin, daß die von den
Stiftern, den Grafen von Ziegenhain, gestellten Örtlichkeiten äußerst
ungeeignet waren und diese zum anderen auf verschiedene Herrscherrechte nicht
verzichten wollten. Mit der Gründung eines Klosters sollte vermutlich auch
Territorialpolitik getrieben werden, denn der Ort Haina lag im Schnittpunkt
verschiedener regionaler Mächte.
Erst nachdem die Grafen von Ziegenhain auf dem Generalkapitel in Cîteaux auf
alle Rechte verzichtet hatten, war der Weg für die Errichtung eines
Zisterzienserklosters durch Altenberger Mönche im Jahr 1188 frei. Zunächst
siedelte man sich noch in der zur Verfügung gestellten Aulisburg nördlich
vom heutigen Standort entfernt an, doch schon wenig später siedelte man in das
fruchtbarere und klimatisch günstiger gelegene Tal nach Haina um.
|
|
Hier begann man mit dem Bau einer neuen, mächtigen Klosteranlage. Fiel die Gründung Hainas in eine restaurative Phase des Ordens, so fing man zunächst noch - gegen den Trend - an, nach dem Bernhardinischen Plan im romanischen Stil zu bauen. So weist die Anlage auch heute noch einen quadratischen Abschluß im Chor auf. Doch bereits mit dem zweiten Bauabschnitt erhielt die Gotik Einzug in Haina, das damit zu den frühesten gotischen Kirchenbauten in Deutschland zu rechnen ist. Das Langhaus und der Hochchor oberhalb des Gesimsganges sind bereits gotisch. Ebenfalls Einzug erhielten mit den großen Prachtfenstern Elemente der französischen Kathedralgotik. Zudem wurde aus der ursprünglich geplanten Basilika eine Hallenkirche (d.h. die Seitenschiffe weisen die gleiche Höhe wie das Mittelschiff auf). Die damit verbundenen Baunähte lassen sich noch heute deutlich erkennen.
|
|
Der mächtige Vierungsturm, der den heutigen Gesamteindruck der Klosteranlage prägt, stammt erst aus dem Jahr 1889. Den Ordensregeln entsprechend besaß die Kirche nur einen kleinen Dachreiter.
In den Jahren seines Bestehens gelang es dem Zisterzienserkloster Haina, seinen Besitz enorm zu erweitern. Durch Ankauf, Schenkungen und Stiftungen war man zu Gütern bis hin zu einem Hof in der freien Reichsstadt Frankfurt, der während der Reformation zu einem Streitpunkt verschiedener territorialer Mächte werden sollte.
|
|
Mit der Einführung der Reformation und der Aufhebung der Klöster in Hessen durch den Landgrafen Philipp den Großmütigen im Jahr 1527 mußte auch das Zisterzienserkloster Haina eine neue Bestimmung erhalten. 1533 erfolgte die Gründung eines Spitals zur Armen- und Krankenfürsorge. Dieses besteht noch heute in den Einrichtungen des Landeswohlfahrtsverbandes Hessen fort. Von der Gründung des Hospitals zeugt der sog. Philippstein, einem großen Steinrelief, in dem der Landesherr sein Werk in die Tradition der Hl. Elisabeth stellt.
|
|
Durch die Einrichtung des Landeshospitals zog Haina auch Handwerker der Region an. Zu diesen gehörte auch die Familie Tischbein, die aus Marburg kam. Aus dieser Familie, sowie der verwandten Familie Strack, sollte eine Vielzahl an Malern hervorgehen, die sich als Hofmaler an verschiedenen europäischen Fürstenhäusern einen Namen gemacht haben. Noch heute existiert das Geburtshaus - in dem mittlerweile ein Museum befindet - des bekanntesten Sprosses der Familie, des Goethemalers und -freundes Johann Heinrich Wilhelm Tischbein. Von ihm stammt mit dem Gemälde "Goethe in der Campagna die Roma" eines der bekanntesten deutschen Kunstwerke.
© 2002, alle Rechte bei Wolfgang Friedrich
|
|
| Impressum |
verantwortlich für den Inhalt: Öffentlichkeits-Ausschuss des Pfarrgemeinderats der Katholischen Pfarrgemeinde St.Mariä Himmelfahrt am Dom Unserer Lieben Frau zu Altenberg |
|
Anschrift |
Katholische Pfarrgemeinde St.Mariä Himmelfahrt Öffentlichkeits-Ausschuss des Pfarrgemeinderats Altenberg Ludwig-Wolker-Straße 4 D - 51519 Odenthal |
|
Telefon
|
0 21 74 / 45 33 international +49 21 74 45 33 |
|
Telefax
|
0 21 74 / 4 93 57 international +49 21 74 49 357 |
|
|