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Die Markuskapelle
in Altenberg

 
Zwischen dem Altenberger Hof und dem Küchenhof liegt die Markuskapelle. Obwohl sie innerhalb der Immunität des Klosters lag, ist nicht bekannt, auf welche Weise die Kapelle mit diesem zusammenhing. Auch gibt es von ihr keinerlei Baunachrichten.
 
Dennoch gilt sie als ein schönes Beispiel spätestromanischer Ordensarchitektur. Jongelinus (1640) berichtet, dass das Oratorium S. Marci Evangelistae unter Abt Berno (1133-1151) geweiht worden sein solle und die Grafen von Berg ursprünglich in dieser Kapelle bestattet und erst später in die Abteikirche übergeführt worden seien. Der bestehende Bau dürfte um 1220/1230 errichtet worden sein, allerdings auf älteren Fundamenten, die man bei Grabungen im Jahre 1895 fand, die aber nicht genau datierbar waren. Bei diesen Grabungen fand man ebenfalls drei Bestattungen im Inneren, einen Sarkophag aus Rotsandstein mit Schieferplatte und zwei Sarkophage aus Tuffsteinmauerwerk. Um 1752 wurde vermutlich das Drempelgeschoss aufgestockt, um mit dem westlich anstoßenden Wirtschaftstrakt, dem heutigen Altenberger Hof, eine einheitliche Trauflinie zu erhalten. Nachdem die Kapelle im 19. Jahrhundert völlig verwahrlost war (sie diente u.a. als Schmiede), erfolgte 1899-1900 eine durchgreifende Restaurierung unter Leitung des Königl. Baurates F. C. Heimann, wobei das Kranzgesims mit Dach, das Südportal und der umlaufende Spitzbogenfries erneuert wurden. Die einschiffige Kapelle ist aus Grauwackebruchstein errichtet und durch das Portal an der Südseite zu betreten.
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Markuskapelle Längsschnitt Auf der Nordseite befindet sich ein Sechspassfenster, in den fünf Seiten des Polygons sitzt je ein Spitzbogenfenster. Vor der inneren Ostwand befindet sich ein neuer Tabernakel an der Stelle eines alten Sepulchrums. Die heutige Innenausmalung folgt alten Spuren. Im Bogenfeld der Westwand zeigt ein frühgotisches Wandgemälde die Krönung Mariens.
Die Glasfenster stammen von 1899/1900. In einer Nische der Westwand, links neben dem Eingang, findet sich eine Darstellung des hl. Markus. Die Skulptur des Evangelisten wurde aus neun verschiedenen Hölzern durch den Bergisch Gladbacher Künstler Walter Jansen im Jahr 1988 geschaffen, ebenso wie der Rahmen der Verglasung der Nische, der in Emailletechnik Motive zeigt, die auf Petrus als Fischer verweisen.
  Markuskapelle Längsschnitt
 
 
Norbert Orthen

 

Nach: G. Panofsky-Soergel: Die Denkmäler des Rheinlandes. Rheinisch Bergischer Kreis Bd. 2, 1972.; A. Zurstraßen: Der Altenberger Dom. 1992.

 
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