Altenberger Dom
im Bergischen Land
Nordrhein-Westfalen
  


 

 
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Der Küchenhof

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Der Küchenhof als Teil der ehemaligen Abtei Altenberg

 

Die Wurzeln der Zisterzienser (englisch / deutsch)

 

Gaststätte im Küchenhof

 

 

 

 

Der Küchenhof

 

Der Küchenhof, nördlich der Markuskapelle gelegen, ist die ehemalige Meierei der Abtei. Der Name "Küchenhof" deutet in etwa die Funktion dieses Klosterbereiches an. Der über Jahrhunderte hier angesiedelte landwirtschaftliche Betrieb lief 1982 aus.

Danach begann der Aktionskreis Altenberg e.V. mit seinen Mitarbeitern, die höchst renovierungsbedürftigen Gebäude neu zu gestalten und mit Leben zu erfüllen. Dabei kam die ursprüngliche Form des Hofes eindrucksvoll zum Vorschein.

Über dem Tor, einer schönen Holzarbeit, und der Jahreszahl 1755 erinnert eine Wappenkartusche an Abt Johannes Hoerdt (1739-1779). Die flachgedeckte Einfahrt ist als schwaches Risalit mit seitlichen Pilastern und Zwerchdach aus der Ostseite herausgehoben.

 

Abtei Altenberg.
Ansicht aus der Vogelschau.

Zeichnung nach dem Stich von Joh. Jakob Sartor aus dem Jahr 1707. Ausschnitt.
A: Abteikirche;
B: (ehem.) Marien-kapelle;
C: Abteigebäude;
D: Küchenhofgelände vor der Umgestaltung von 1752/55;
E: Klostermauer;
F: Dhünnbrücke mit Doppelkreuz

 

In der heutigen Form ist die Gestaltung des Anwesens seit dem 18. Jahrhundert ein-deutig belegt. Während die graphischen Darstellungen bei Johannes Sartor (1707) noch eine lockere Aneinanderreihung von Einzelgebäuden zeigen, geben die um 1803 die jetzige geschlossene Bau-weise wieder: eine klassisch gestaltete mitteldeutsche (fränkische) Gehöft-anlage, in der die Wohn- und Wirtschaftsgebäude vierseitig-rechteckig um einen Innenhof angeordnet sind. Die Gebäudeanlage besteht ursprünglich aus weiß - verputztem Bruch-steinmauerwerk mit Krüppelwalmdächern. Aus einer Urkunde der Abtei von 1752 geht hervor, dass damals der Maurermeister Gerhard Ladusch aus Brühl den Auftrag erhielt, "die mehreren Einzelgebäude der Meierei Küchenhof abzureißen und auf dem freien Gelände direkt neben der Markuskapelle eine selbständige Meierei zu errichten, bestehend aus: 1 Wirtschaftsgebäude, 2 Längsstallungen, 1 Treib- und Gewächshaus."

Wie schon früher beherbergt jetzt das Hauptgebäude eine einfache Gaststätte. Das ehemalige Stallgebäude längs der Dhünn mit seinem Pilgersaal und der sogenannten kleinen Klausur im ausgebauten Dachgeschoss dient der einfachen Beherbergung und vielfältigen Formen der Begegnung. Rechts vom Torbogen befindet sich eine Töpferei, links davon die sogenannte AtelierWerkstatt. In der nördlichen Tordurchfahrt entstand zuletzt ein kleiner Ausstellungsraum mit Lapidarium. Außerhalb der Hofgebäude greift ein Kräutergarten klösterliche Traditionen auf, und weitere gärtnerische Anlagen öffnen sich reizvoll zum Fluss und zum Weiher hin. Der Hauptgedanke der Verantwortlichen des Aktionskreis Altenberg e.V. ist bei alldem, den Küchenhof als eine Stätte der Begegnung und der Gastfreundschaft zu erschließen und damit diesen ehemaligen Klostergebäuden zu einer neuen Perspektive zu verhelfen.

 


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Die Wurzeln des Zisterzienserordens
The roots of Cistercian Monasticism

zum deutschen Text

 

Early Cistercian history is intimately connected with a previous attempt at monastic reform, namely that of St. Robert of Molesme. Born about the year 1028 in Champagne he entered the Benedictine order at the age of 15. In his quest for perfect discipline and zeal for reform, he soon left the first monastery of "Moutier de Celle", successively joined a score of other communities and spent a considerable time as a hermit.

 

Life at the new monastery, Cîteaux, a "place of horrors and vast solitude" south of Dijon, began on March 21, 1098 - significantly on the feast of St. Benedict. Robert, meanwhile elected abbot of the Benedictine Monastery Molesme, left it with other monks and founded this new monastery Cîteaux. After Robert's return to Molesme, Alberic, the former prior, was elected abbot in Robert's place. He had to fight against various economical, political and ecclesiastical difficulties and it was the third abbot, the English Stephen Harding, who got rid of them.

 

The sources to be consulted for a complete study of first Cistercian life are above all the "Exordium Parvum" and the "Charter of Charity", both composed simultaneously and attributed to St. Stephen Harding; the book of "Consuetudines" or "Usages", a collection of regulations concerning Iiturgical duties and daily monastic life which was gradually developing during the first half of the 13th century following Cîteaux's foundation.

 

The phenomenal advance of the Cistercians cannot be explained without taking into consideration the personal influence of the "man of the twelfth century", St. Bernard of Clairvaux. When he entered the novitiate at Cîteaux in 1112, there was nothing more than a small desperately struggling community; yet when he died in 1153, the Order possessed 343 houses all over Europe, with a respect and influence no other religious body enjoyed. In 1115 the young man of twenty-five became abbot of Clairvaux. The trials and hardships of the founders of Cîteaux were reiterated during the first years of Clairvaux, but Bernard's faith and determination remained unbroken. The heroic spirit and his ideals of living the pure and true benedictine rule attracted hundreds.

 

 


Wappen der Abtei Citeaux

 


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Die Wurzeln des Zisterzienserordens

 

Der Anfang der Geschichte der Zisterzienser fällt in eine Zeit, in der von verschiedenen Seiten eine Reform des Mönchwesens angestrebt wurde.

 

Für die Zisterziensergeschichte ist besonders das Bemühen des Robert von Molesme von Bedeutung. Geboren im Jahre 1028 in der Champagne, trat er im Alter von 15 Jahren in den Benediktinerorden ein. In seiner Suche nach perfekter Disziplin und in seinem Reformeifer verließ er sehr schnell das erste Mönchskloster "Moutier de Celle", schloss sich nacheinander einigen anderen Gemeinschaften an und verbrachte beträchtliche Zeit als Einsiedler.

 

Robert, der inzwischen zum Abt des Benediktinerklosters Molesme gewählt worden war, verließ dies mit anderen Mönchen und gründete das neue Kloster Cîteaux. Das Leben in dem neuen Kloster Cîteaux "einem Ort des Schreckens und der Einsamkeit" im Süden von Dijon begann am 21. März 1098 - bezeichnenderweise am Festtag des hl. Benedikt. Nachdem Robert aber nach Molesme zurückkehren musste, nahm Alberich, der frühere Prior, das Amt des Abtes an Stelle Roberts ein. Er hatte gegen verschiedene wirtschaftliche, politische und kirchliche Schwierigkeiten zu kämpfen, und es war schließlich der dritte Abt, der Engländer Stephan Harding, der mit diesen Problemen fertig werden konnte.

 

Die Quellen, um etwas über das Leben der ersten Zisterzienser zu erfahren, sind vor allem das "Excordium Parvum" und die "Carta caritatis", beide gleichzeitig verfasst und Stephan Harding zugeschrieben. Bei den "Consuetudines" handelt es sich um eine Sammlung von Regeln der Liturgie und des täglichen mönchischen Lebens, welches sich nach der Gründung von Cîteaux allmählich in der 1. Hälfte des 13. Jh. entwickelt hatte.

 

Hl. Bernhard von Clairvaux

Die phänomenale Ausbreitung der Zisterzienser kann aber nicht ohne die Einbeziehung des persönlichen Einflusses des hl. Bernhards, des "Mannes des 12. Jahrhunderts", gesehen werden. Als er in das Noviziat in Cîteaux im Jahr 1112 eintrat, gab es dort nichts weiter als eine kleine, verzweifelt kämpfende Gemeinschaft. Als er 1153 starb, hatte der Orden bereits etwa 343 Klöster in ganz Europa und einen so enormen Einfluss und ein solches Ansehen, wie sie noch keine andere religiöse Einrichtung zuvor hatte. 1115 wurde der junge Mann im Alter von 25 Jahren Abt von Clairvaux. Die Probleme und Schwierigkeiten der Gründer von Cîteaux wiederholten sich in den ersten Jahren von Clairvaux, aber Bernhards Glaube und Entschlossenheit waren unerschütterlich. Sein heldenhafter Geist und seine Idealvorstellung des Lebens der reinen und wahren benediktinischen Regel faszinierten Hunderte.

 

 

Wappen des hl. Bernhard

 

 

Herausgeber: PGR der Katholischen Pfarrgemeinde St.Mariä Himmelfahrt, Altenberg, in Zusammenarbeit mit dem Aktionskreis Altenberg e.V..

(Der englische Text wurde einem Führer der Abtei Marienstatt entnommen) n.o./mai 2000

 

 


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Gastronomie

 

 

 

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