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Altenberger Dom im Bergischen Land Nordrhein-Westfalen |
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D er Bergische DomGeschichte |
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V om Kloster zur PfarreiGeschichte der katholischen Pfarrgemeinde am Dom zu Altenberg |
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Als am 1. April 1915 Altenberg zu einer selbständigen Pfarrei erklärt wurde, war dies nicht nur ein Neubeginn, sondern zugleich auch der Abschluß einer Entwicklung, die viele Jahrhunderte weit zurückreicht und in der Errichtung der Zisterzienserabtei Altenberg grundgelegt ist. |
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Zerstörung der Klosterkirche durch Brand im Jahr 1815
Sein Gehilfe, Pater Habrich, blieb wahrscheinlich, bis am 7.11.1815 in den inzwischen zu einer chemischen Fabrik umgewandelten Klostergebäuden ein Brand ausbrach, der nicht nur die meisten Abteibauten vernichtete, sondern auch das Dach des Domes zerstörte. Damit aber wurde dem katholischen Gottesdienst und der seelsorglichen Tätigkeit im Altenberger Bezirk ein jähes Ende gesetzt. Schon bald nach dem Brand wurde eine Kirchen- und Hauskollekte "zur Wiederbedachung der Kirche zu Altenberg" ausgeschrieben und durchgeführt, und nach Vollendung der Reparaturarbeiten Pläne zur Wiederaufnahme des Gottesdienstes und der seelsorglichen Betreuung des Altenberger Bezirks ausgearbeitet. Zur Verwirklichung dieser Pläne kam es allerdings nicht, da am 1.10.1821 die südöstliche Vierungssäule zusammenbrach und fünf hinter ihr stehende Säulen und die Orgelwand mit wegriß. Zwar wurde es dem damaligen Grundeigentümer Friedrich Leopold von Fürstenberg-Heiligenhoven verwehrt, die Kirche abzubrechen, um ihren Materialwert nutzbar zu machen, aber da es an ausreichenden Baugeldern fehlte, stellten sich schon bald neue Witterungsschäden ein, so daß Anfang 1830 das Vierungsgewölbe und drei Joche des Chorgewölbes zusammenbrachen. |
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Er knüpfte allerdings an diese Bereitstellung die Bedingung, "daß die Kirche zum Simultangebrauch auch für das Bedürfnis der in der Umgebung wohnenden Evangelischen gewidmet wird". Der Kölner Erzbischof erklärte sich am 12.11.1834 mit dieser Regelung einverstanden, versprach, nach Kräften mitzuwirken, daß der so dringende Hilfsgottesdienst eingeführt werde und schlug vor, "daß die Tage, an welchen evangelischer Gottesdienst in der Kirche zu Altenberg gehalten werden soll, ein für allemal fest bestimmt werden", Als die Instandsetzung der Kirche ihrer Vollendung entgegenging, setzten Bestrebungen ein, den gemeinsamen Gebrauch des Domes durch beide Konfessionen zu erweitern. Trotz der am 22. September 1847 unter Teilnahme des Königs erfolgten Feier zur Vollendung der Kirche konnte deshalb kein Gottesdienst stattfinden. Im wesentlichen ging es dabei um die Frage, ob beim gemeinsamen Gebrauch der Kirche beide Konfessionen gleichberechtigt seien, ob die Kirche hinsichtlich der Benutzung von beiden Konfessionen räumlich oder zeitlich aufzuteilen sei und welcher räumlichen oder zeitlichen Aufteilung man den Vorzug geben sollte. Die Verhandlungen zogen sich neun Jahre hin. Da griff der König in den Streit ein und entschied in einer Kabinettsorder vom 15. September 1856, daß "auf einem völligen Simultangebrauch der Kirche zu bestehen, und die Benutzung derselben unter beide Gemeinden mit möglicher Berücksichtigung der Bedürfnisse der Zeit nach zu teilen" sei. Daraufhin übergab am 3. Juli 1857 der Landrat Danzier von Mülheim der katholischen und der evangelischen Gemeinde die Kirche mit der Maßgabe, daß diese täglich von 8-10 Uhr und von 13-15 Uhr für den evangelischen, in der übrigen Zeit für den katholischen Gottesdienst zur Verfügung stehe. Noch im gleichen Monat, am 26.7.1857, fand durch den damaligen Pfarrer Müseler von Odenthal nach einer mehr als vierzigjährigen Unterbrechung mit einem feierlichen Dankhochamt der erste katholische Gottesdienst wieder statt. Der "Gebrauch" des Altenberger Domes ist also ein simultaner (juristischer Fachbegriff dafür: Simultaneum), die Kirche selbst, der Gegenstand des Gebrauches, ist weiterhin - ununterbrochen seit der Konsekration im Jahre 1373 - eine katholische Kirche. |
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Da die Kirche weiterhin als Annexkirche der Pfarrgemeinde Odenthal galt, ernannte der Kölner Erzbischof den Vikar Anton Josef Steinbusch zum Rektor (vicarius residens) und betraute ihn mit dem Gottesdienst und der Ausübung der Seelsorge an der Rektoratskirche Altenberg. Galt es in den ersten Jahren kirchliche Gegenstände und Paramente zu beschaffen, um den Gottesdienst würdig ausgestalten zu können, so waren die folgenden Jahrzehnte gekennzeichnet durch die ständigen Bemühungen, der Rektoratskirche eine größere kirchliche Selbständigkeit gegenüber der Pfarre Odenthal zu sichern. Zunächst erhielt Altenberg einen eigenen Friedhof und der Rektor das Recht, die Verstorbenen seines Seelsorgsbezirkes dort zu bestatten. Wenig später erlaubte man ihm, das Sakrament der Taufe zu spenden und Wöchnerinnen auszusegnen. Gegen Ende des Jahrhunderts durfte Altenberg sogar seine eigene Fronleichnamsprozession abhalten. |
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Da die Benutzung des Domes für den katholischen Gottesdienst mehrere Stunden am Tage eingeschränkt ist, war es für den Seelsorger des Altenberger Bezirkes wichtig, einen Raum zu haben, in welchem der Gottesdienst zu keiner Zeit behindert war Die auf dem Gelände der ehemaligen Abtei gelegene Markuskapelle war seit der Aufhebung des Klosters stark vernachlässigt worden und diente lange Zeit als Trockenraum einer Tuchfabrik. Im Laufe des 19. Jahrhunderts ging sie in das Eigentum der gräflichen Familie Wolff-Metternich über, ohne jedoch ihrem ursprünglichen kirchlichen Zweck zugeführt zu werden. Unter Rektor Franz Heynen wurde im Jahre 1897 mit der gräflichen Familie ein Vertrag geschlossen, der festlegte, daß die Kapelle zwar im Eigentum der gräflichen Familie verbleibe, der Kirchengemeinde aber das alleinige und ausschließliche Nutzungsrecht zusagte, solange die Kapelle stehe; dafür übernahm die Kirchengemeinde die dauernde Unterhaltspflicht der Kapelle. Die Kapelle, die sich zu diesem Zeitpunkt in einem trostlosen Zustand des Verfalls befand, wurde mit Mitteln des Staates und der Kirche renoviert. Prinz zu Sayn-Wittgenstein übertrug im Jahre 1967 schließlich die Kapelle in das Eigentum des Erzbistums. Sie wird zu vielen Gottesdiensten besonders kleinerer Gemeinschaften benutzt und ist aus dem Leben der Altenberger Gemeinde nicht mehr wegzudenken. In veränderter Form nach: 75 Jahre St. Mariä Himmelfahrt, Altenberg1915-1990. Festschrift zum 75jährigen Bestehen der katholischen Pfarrgemeinde am Altenberger Dom. Altenberg, 1990. |
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Rektoren und Pfarrer der Kath. Pfarrgemeinde St. Mariä Himmelfahrt, Altenberg |
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Mönche des Klosters |
bis 1815 |
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Impressum |
verantwortlich für den Inhalt Katholische Kirchengemeinde Altenberg Öffentlichkeits-Ausschuss des Pfarrgemeinderats Ludwig-Wolker-Straße 4 D-51519 Odenthal |
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