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Altenberger Dom im Bergischen Land Nordrhein-Westfalen |
www.altenberger-dom.de |
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Unter dem Zeichen der Jakobsmuschel |
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Altenberg - eine Station auf dem Jakobusweg
Verfasser: Dr. Norbert Orthen |
| 7. Link zur Internet-Seite www.deutsche-jakobus-gesellschaft.de mit vielen weiteren Informationen zum Jakobusweg |
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Die Pilger zogen dabei auf Routen, an denen sie in fremder Umgebung Unterkunft und Pflege in Klöstern und Herbergen fanden, und wo sie auch unterwegs andere verehrungswürdige Stätten besuchen konnten. Auf diesem Wegenetz, das z.B. Frankreich und Deutschland engmaschig überspannte, wurden nicht nur die Menschen befördert, sondern mit ihnen auch Ideen und Wissen aus den Bereichen Kunst, Kultur oder Medizin. Ebenso wurde entlang dieser Wege der Handel gefördert, und es erfolgte ein Austausch fremder Sitten und Gebräuche. Die europäische Verknüpfung durch dieses Wegenetz trug daher auf ihre Weise wesentlich zur Formung des Europa bei, wie es uns heute begegnet. Dies war Anlaß für den Europarat, in einer Deklaration vom 23. Oktober 1987 die Erforschung und Sicherung der Pilgerwege im gesamten europäischen Raum anzuregen. |
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Auf diesem Hintergrund trägt die Altenberger Stele folgenden Text: |
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WEGE DER PILGER IM RHEINLAND In der Vorstellung des christlichen Abendlandes wird das Erdenleben als Übergangssituation, als Pilgerfahrt zum Himmlischen Jerusalem betrachtet. Seit dem Mittelalter haben sich deshalb Menschen aus allen Schichten der Gesellschaft auf den Weg begeben, um an als "Heilig" ausgewiesenen Orten Gott näher zu sein. Neben Jerusalem und Rom war Santiago de Compostela, im fernen Nordwesten der iberischen Halbinsel, das bedeutendste Ziel der Pilgerfahrten des europäischen Mittelalters. Seit dem 10. Jahrhundert ziehen Pilger aus allen Teilen der Christenheit an das Ende der alten Welt (Finis Terrae) um in Santiago de Compostela am Grab des Apostels Jakobus d. Älteren zu beten. Die Pilgerwege zum hl. Jakobus waren Wege des Kunst- und Kulturaustausches des christlichen Westens und auch der islamischen Zivilisation. Europa wurde durch den Ideen- und Kulturaustausch entlang dieser geistigen und materiellen Leitlinien geformt und gebildet. Bis in die neuere Zeit hat die Pilgerfahrt zum Grab des hl. Jakobus in Santigo de Compostela im Rheinland tiefe Spuren hinterlassen, die es gilt, zu sichern und als Kulturgut hohen Wertes auszuweisen. 1962 wurde die erste Jakobus-Vereinigung in Europa (Paris) nach dem zweiten Weltkrieg gegründet. Ihr folgten in fast allen europäischen Ländern ähnliche Vereinigungen. 1987 erklärte der Europarat die Wege der Pilger zu allgemeinen europäischen Kulturstraßen. Der Landschaftsverband Rheinland hat in Wahrnehmung seiner regionalen, kulturellen Aufgabenstellung zusammen mit der Deutschen St. Jakobus-Gesellschaft und den beteiligten Städten und Kreisen die Kennzeichnung der Pilgerwege im Rheinland übernommen.
ALTENBERG Bereits kurz nach 1129 pilgerte Graf Eberhard von Berg nach Santiago de Compostela. Auf seinem Rückweg trat er in das Kloster Morimond als Mönch ein. Von Morimond aus gründeten1133 Zisterziensermönche das Kloster Altenberg. Schon zu dieser Zeit zogen bereits die Jakobspilger auf der nahegelegenen alten Heer-, Handels- und Pilgerstraße, der heutigen Bundesstraße 51, nach Santiago de Compostela. Der Hauptstrom der Pilger vermied zwar die feuchten Flußtäler und folgte dem Höhenrücken, doch nach Gründung des Klosters mag die sprichwörtliche Gastfreundschaft der Zisterzienser auch manchem Pilger eine wohltuende und sichere Rast abseits der Straße gewährt haben, zumal das Kloster Altenberg schon bald als ein wichtiges geistiges und kulturelles Zentrum des Abendlandes nicht unbekannt war. Der neu belebte und gekennzeichnete Weg der Jakobspilger durch die Täler von Eifgen und Dhünn bezieht deshalb Altenberg als immer noch geistigen Ausstrahlungspunkt des Bergischen Landes in das Europäische Netz der Pilgerstraßen mit ein. |
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Im Rahmen kleiner Festakte wurden die Stelen am Nachmittag des Jakobustages eingeweiht. Die Veranstaltung in Altenberg war dabei mit "das spirituelle Movens des Pilgerns" überschrieben. Nach einer kurzen Begrüßung durch Johannes Troche als stellvertretendem Bürgermeister der Gemeinde Odenthal vor Ort, sprach Kaplan Dr. Walter Rasquin von der Kath. Pfarrgemeinde Altenberg einen Gebetstext, weihte die Stele ein und sprach den Pilgersegen. Eine weitere kleine Hinweistafel zum Jakobusweg befindet sich vor dem Eingang zum Küchenhof. Der Text dieser Tafel lautet: |
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KÜCHENHOF IN ALTENBERG Bereits kurz nach 1129 pilgerte Graf Eberhard von Berg nach Santiago de Compostela. Auf seinem Rückweg lernte er das Kloster Morimond kennen, in das er dann als Mönch eintrat. Von Morimond aus besiedelten 1133 Mönche die alte Burg Berge, nachdem ihnen Graf Eberhard und sein Bruder Graf Adolf den Stammsitz zur Klostergründung übereignet hatten. Schon zu dieser Zeit zogen bereits die Jakobspilger auf der nahegelegenen alten Heer-, Handels- und Pilgerstraße, der heutigen B 51, nach Santiago de Compostela. Der Hauptstrom der Pilger vermied zwar die feuchten Flußtäler und folgte dem Höhenrücken, der Wasserscheide zwischen Dhünn und Wupper zum Rhein, doch nach Gründung des Klosters mag die sprichwörtliche Gastfreundschaft der Zisterzienser auch manchem Pilger eine wohltuende und sichere Rast abseits der Straße gewährt haben, zumal das Kloster Altenberg schon bald als ein wichtiges geistiges und kulturelles Zentrum des Abendlandes den Reisenden nicht unbekannt war. Dem "Küchenhof" als Wirtschaftshof der Zisterzienserabtei Altenberg kam hierbei als Herberge für die Pilger besondere Bedeutung zu. Der durch den Landschaftsverband Rheinland zusammen mit der Deutschen St. Jakobus-Gesellschaft neu belebte und gekennzeichnete Weg der Jakobspilger bezieht deshalb Altenberg als immer noch geistigen Ausstrahlungspunkt des Bergischen Landes in das Europäische Netz der Pilgerstraßen mit ein. |
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Die historischen, aus dem 18. Jahrhundert stammenden Gebäude des Küchenhofes zu erhalten und mit neuem Leben zu füllen, hat sich der Aktionskreis Altenberg e.V. zur besonderen Aufgabe gemacht. Im Haupthaus bietet eine einfache bergische Gaststätte den Reisenden, Pilgern oder Wanderern Einkehr und Rast; in den oberen Etagen des Hauses stehen Tagungsräume mit Übernachtungsmöglichkeit zur Verfügung. Im Pilgersaal veranstaltet der Aktionskreis Altenberg e.V. Ausstellungen, Vorträge usw. auf vielen Gebieten des kulturellen, geistigen und geistlichen Lebens." |
| Noch viele weitere Informationen zum Jakobusweg finden Sie bei der Internet-Adresse www.deutsche-jakobus-gesellschaft.de |
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______ Literatur: Landschaftsverband Rheinland: Wege der Jakobuspilger im Rheinland. Faltblatt zur Ausstellung gleichen Titels im Landschaftsverband Rheinland, Köln, 6. Aug. -5. Sept. 1999. Plötz, Robert: Auf Sanct Jacobs Strassen ... . Vortrag zur Eröffnung der o.g. Ausstellung am 5.Aug. 1999 (Abdruck erfolgt in: "Altenberger Blätter" Heft 6, 1999). |
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Herausgeber: Aktionskreis Altenberg e.V. Altenberg 1999 |
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Kontaktadresse: Deutsche St. Jakobus-Gesellschaft e.V. Tempelhofer Straße 21 52068 Aachen Telefon 0241/4790-127 Fax 0241/4790-112 www.deutsche-jakobus-gesellschaft.de |
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verantwortlich für den Inhalt: Öffentlichkeits-Ausschuss des Pfarrgemeinderats der Katholischen Pfarrgemeinde St.Mariä Himmelfahrt am Dom Unserer Lieben Frau zu Altenberg |
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Anschrift |
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