Altenberger Dom
im Bergischen Land
Nordrhein-Westfalen
 

 

 

Geschichte

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Altenberg - kurzer Abriss zur Geschichte

Gründung des Zisterzienserordens im Jahr 1098

Vom Kloster zur Pfarrei

Zum 600sten Todestag des Bischofs Wikbold von Kulm

 

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ALTENBERG - kurzer Abriß zur Geschichte

1. Im Jahr 1133 Besiedelung Altenbergs durch Mönche aus Morimond

2. Tochterklöster Altenbergs

3. Im Jahr 1379 Schlußweihe des Domes durch Wikbold von Kulm.

4. Im Jahr 1803 Säkularisation

5. Im Jahr 1847 Wiederherstellung

6. Im Jahr 1857 Verfügung der simultanen Nutzung

7. Literaturauswahl zur Altenberger Geschichte

 

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Seine Anfänge nahm Altenberg mit der vermutlich um 1060 errichteten BURG BERGE, die der frühe Sitz der Berger Herren und Grafen war; Adolf I. nannte sich 1080 "de Berge" und 1090 in lateinischer Übersetzung "de monte".
 

 

1. Besiedelung Altenbergs durch Mönche aus Morimond im Jahr 1133

Unter Adolf II. wurde1133 mit dem Bau eines Klosters für eine Delegation von Mönchen aus dem Zisterzienserkloster Morimond/Burgund begonnen; dieses Kloster wurde anstelle der zuvor teilweise abgebrochenen Burg gebaut, die zugunsten des neuen Stammsitzes der Berger Grafen in Burg a. d. Wupper aufgegeben worden war; jedoch kurze Zeit darauf wurde der Klosterbau gestoppt und ins Tal verlegt, welches mit dem Wasserlauf der Dhünn auch weitaus bessere Voraussetzungen für die Einhaltung der zisterziensischen Bau- und Lebensvorschriften bot; 1145 wurde bereits Kirchweihe gehalten. In mehreren Bauabschnitten - die genauen Anfange sind unbekannt - entstand das KLOSTER ALTEN-BERG. Die Brüder Adolfs II., Everhard (zeitweise Mönch in Morimond) und Bruno (als Bruno II. Erzbischof von Köln), waren maßgebliche Mitinitiatoren der Klostergründung. Adolf trat nach 1160 in das Kloster Altenberg ein und starb dort wenig später; das Todesjahr ist unklar (spätestens 1170 und nicht 1152, wie vielfach behauptet). Adolf wurde in Altenberg begraben, womit die Tradition der Bestattungen in Altenberg für das bergische Herrscherhaus bis ins 16. Jahrhundert begründet wurde.
Erzbischof Bruno II. von Köln beschenkte das Kloster mit Ländereien, was den Grund-stock für wachsenden Reichtum legte; der Grundbesitz dehnte sich bis auf die linke Rheinseite aus.
 

 

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2. Tochterklöster Altenbergs

Die Zahl der Mönche betrug Ende des 12. Jahrhunderts bereits 107 zuzüglich 138 Konversen; fünf Tochterklöster wurden im 12. Jahrhundert gegründet: 1136/38 Marienthal bei Helmstedt, 1143 Lekno und 1175 Lond in Polen; 1170/71 Zinna, 1188 Haina.
1195 wird erstmals der Name "Altenberg" erwähnt, wohl zur Unterscheidung zum kurz zuvor im neuen Berger Stammsitz Burg a. d. Wupper ("Neuenberg") eingerichteten Johanniter-Konvent.
 

 

3. Schlussweihe des Domes durch Wikbold von Kulm im Jahr 1379

1259 (nicht 1255, wie oft fälschlich angenommen) wurde der Grundstein für den Neubau der Kirche (ALTENBERGER DOM) gelegt, 1276 wurden Chor und südliches Querhaus eingeweiht. Am 3. Juli 1379 erfolgt die Schlußweihe des Gesamtbaus zu Ehren der allmächtigen Gottvater, Sohn und Heiliger Geist, der allerseligsten Gottesgebärerin Maria, der 11000 Jungfrauen aus der Schar der heiligen Ursula, des hl. Benedikt von Nursia und des hl. Bernhard von Clairvaux durch den Bischof Wikbold von Kulm. Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts florierte die Abtei. Sie war auch bedeutendes Wallfahrtsziel zu den Reliquien der 11 000 Jungfrauen der hl. Ursula (seit dem Ende des 12. Jahrhunderts). Dann begann der Niedergang, ausgelöst durch den Verlust von zwei Drittel der Ländereien aufgrund der Besetzung des linken Rheinufers durch die Franzosen.
 

 

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4. Säkularisation im Jahr 1803

Mit dem Reichsdeputationshauptschluß 1803 wurde die Abtei aufgelöst und für andere Zwecke genutzt. Damit begann die Verwahrlosung der Anlagen sowie der Verkauf vieler Kunstschätze. 1815 wurde die Klosteranlage durch einen Brand zerstört, die Kirche schwer beschädigt und weiterem Verfall ausgesetzt.
 

 

5. Wiederherstellung im Jahr 1847

Im Laufe des 19. und 20. Jahrhunderts Wiederherstellungsarbeiten an der Kirche (1847 Neueinweihung) und Neubauten im ehemaligen Klosterbereich, insbesondere seit Gründung des Altenberger Dom-Vereins durch Maria Zanders 1894.
 

 

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6. Verfügung der simultanen Nutzung im Jahr 1857

1857 verfügte der preußische König eine simultane Mitbenutzung des Domes durch evangelische Christen. Eigenständige Kirchengemeinden wurden 1915 (katholisch) und 1950 (evangelisch) gegründet. Zuvor gehörten die Altenberger Gemeinden zu den benachbarten Kirchengemeinden (kath.: Odenthal [was bedeutet, dass die Tradition des kath. Gottesdienstes im Altenberger Dom seit seiner Errichtung quasi nie unterbrochen wurde]; evgl.: Schlebusch). Seit 1994 bis voraussichtlich zum Jahre 2001 umfassende Renovierungsarbeten durch das Land NRW an der Kirche.(verändert nach: Kieven, L.: "Kulturführer Rheinisch-Bergischer Kreis", Bergisch Gladbach 1998: Heider, S. 83 f.)
 

 

7. Literaturauswahl zur Altenberger Geschichte (neuere Auswahl)

Zurstraßen, A.: Der Altenberger Dom, Geschichte und Kunst, München u. Zürich 1992. Heinen, Eu., Pilz, W.: Altenberg, Düsseldorf: Verlag Haus Altenberg, o.J. St. Mariä Himmelfahrt, Altenberg 1915-1990, Festschrift zum 75jährigen Bestehen der kath. Pfarrgemeinde Altenberger Dom, Odenthal-Altenberg 1990. Altenberg 1847-1857-1997, Festschrift, 150 Jahre Wiederherstellung, 140 Jahre Simultaneum, Ökumenerat Altenberg (Hrsg), Odenthal-Altenberg 1997. Mosler, H: Die Cistercienserabtei Altenberg, in: Germania Sacra neue Folge 2, Berlin 1965. Pfister, P.: Klosterführer aller Zisterzienserklöster im deutschsprachigen Raum. Straßburg 1997: Du Signe, S.293 ff.
 

 

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