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Der Aktionskreis Altenberg e. V.
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Umgestaltung Altenbergs ab 1980; Aufgabe des landwirtschaftlichen Betriebs Küchenhof. |
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Gründung des Aktionskreis Altenberg e.V. 1983 und dessen Zweck |
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Der Küchenhof |
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Der Küchenhof, nördlich der Markuskapelle gelegen, ist die ehemalige Meierei der Abtei. Der Name "Küchenhof" deutet in etwa die Funktion dieses Klosterbereiches an. Der über Jahrhunderte hier angesiedelte landwirtschaftliche Betrieb lief 1982 aus. Danach begann der Aktionskreis Altenberg e.V. mit seinen Mitarbeitern, die höchst renovierungsbedürftigen Gebäude neu zu gestalten und mit Leben zu erfüllen. Dabei kam die ursprüngliche Form des Hofes eindrucksvoll zum Vorschein. Über dem Tor, einer schönen Holzarbeit, und der Jahreszahl 1755 erinnert eine Wappenkartusche an Abt Johannes Hoerdt (1739-1779). Die flachgedeckte Einfahrt ist als schwaches Risalit mit seitlichen Pilastern und Zwerchdach aus der Ostseite herausgehoben. |
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Abtei Altenberg. |
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In der heutigen Form ist die Gestaltung des Anwesens seit dem 18. Jahrhundert ein-deutig belegt. Während die graphischen Darstellungen bei Johannes Sartor (1707) noch eine lockere Aneinanderreihung von Einzelgebäuden zeigen, geben die um 1803 die jetzige geschlossene Bau-weise wieder: eine klassisch gestaltete mitteldeutsche (fränkische) Gehöft-anlage, in der die Wohn- und Wirtschaftsgebäude vierseitig-rechteckig um einen Innenhof angeordnet sind. Die Gebäudeanlage besteht ursprünglich aus weiß - verputztem Bruch-steinmauerwerk mit Krüppelwalmdächern. Aus einer Urkunde der Abtei von 1752 geht hervor, dass damals der Maurermeister Gerhard Ladusch aus Brühl den Auftrag erhielt, "die mehreren Einzelgebäude der Meierei Küchenhof abzureißen und auf dem freien Gelände direkt neben der Markuskapelle eine selbständige Meierei zu errichten, bestehend aus: 1 Wirtschaftsgebäude, 2 Längsstallungen, 1 Treib- und Gewächshaus." Wie schon früher beherbergt jetzt das Hauptgebäude eine einfache Gaststätte. Das ehemalige Stallgebäude längs der Dhünn mit seinem Pilgersaal und der sogenannten kleinen Klausur im ausgebauten Dachgeschoss dient der einfachen Beherbergung und vielfältigen Formen der Begegnung. Rechts vom Torbogen befindet sich eine Töpferei, links davon die sogenannte AtelierWerkstatt. In der nördlichen Tordurchfahrt entstand zuletzt ein kleiner Ausstellungsraum mit Lapidarium. Außerhalb der Hofgebäude greift ein Kräutergarten klösterliche Traditionen auf, und weitere gärtnerische Anlagen öffnen sich reizvoll zum Fluss und zum Weiher hin. Der Hauptgedanke der Verantwortlichen des Aktionskreis Altenberg e.V. ist bei alldem, den Küchenhof als eine Stätte der Begegnung und der Gastfreundschaft zu erschließen und damit diesen ehemaligen Klostergebäuden zu einer neuen Perspektive zu verhelfen. |
Umgestaltung Altenbergs ab 1980
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Alle Anstrengungen engagierter Bürger und die großzügige Unterstützung durch das preußische Königshaus galten im vorigen Jahrhundert dem Wiederaufbau der Abteikirche, des "Bergischen Doms". Erst allmählich entwickelte sich neues christliches Leben auch in den wiedererstandenen Klostergebäuden. 1856/57 war mitten durch das Klostergelände eine Landstraße gelegt worden, die Altenberg nun auch für den Verkehr erschloß. |
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Das stille Dhünntal wurde geschäftig und laut, besonders mit dem gewaltig zunehmenden Tourismus nach dem 2. Weltkrieg. Erst mit dem Bau der Umgehungsstraße konnte die Gemeinde Odenthal ab 1980 mit der Umgestaltung der Domumgebung beginnen und somit wieder eine Oase der Ruhe in Altenberg schaffen. In diese friedliche Umgebung wollte aber, aller Tradition zum Trotz, der Landwirtschaftsbetrieb des Küchenhofs nicht mehr recht passen. Deshalb entschloß sich Prinz zu Sayn-Wittgenstein, auf den der Besitz übergegangen war, das Gelände zum Verkauf anzubieten. Gründung des Aktionskreis Altenberg e.V Aus Sorge, daß hier etwas verlorengehen könnte, "was Altenberg historisch, religiös und kulturell prägte", gründeten engagierte Christen 1983 den "Aktionskreis Altenberg e.V." mit dem Ziel, die Verantwortung für dieses Stück historisches Altenberg zu übernehmen. Hauptinitiator war Winfried Pilz, der damalige Rektor von Haus Altenberg. Spendenaufrufe fanden eine erfreuliche Resonanz, und als 1983 der Küchenhof durch einen Erbbaurechtsvertrag auf 35 Jahre übernommen werden konnte, wurde es dem Aktionskreis Altenberg e.V. möglich, seine Ideen für den Küchenhof in die Tat umzusetzen. |
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Zweck des Vereins ist: |
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Natürlich brauchen auch Ideen eine Heimstatt. Aktionskreismitglieder, freiwillige Helfer und arbeitslose Jugendliche beteiligten sich - in Zusammenarbeit mit der Denkmalbehörde - an den umfangreichen Aufräumungs-, Sanierungs- und Umbauarbeiten am Küchenhof. Nur ihrem selbstlosen Einsatz ist es zu verdanken, daß er sich in seiner heutigen Gestalt präsentieren kann. Neue Aufrufe machten neue Spender auf das Projekt aufmerksam, das in der Öffentlichkeit wie auch in der Presse immer größere Resonanz fand. Das Erzbistum Köln restaurierte die an den Küchenhof angrenzende Markuskapelle und ließ auch dem Küchenhof wesentliche finanzielle Unterstützung zukommen. Schon am 1. Mai 1985 konnte dann die Küchenhof - Gaststätte im ehemaligen Wohnhaus eröffnet werden, "in der Tradition einer einfachen, wander- und familienfreundlichen Bewirtung". Wer heute das Wohnhaus mit der Gaststätte, den Wohnungen und Tagungsräumen in den oberen Stockwerken und den im ehemaligen Speicher des Hauses entstandenen Meditationsraum sieht, wird es kaum glauben, daß diese mustergültige Renovierung fast ausschließlich in Eigenleistung erbracht wurde. |
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Dies alles war aber erst ein Anfang. Eine Töpferei wurde eingerichtet, in der eine orts- und sinnbezogene Keramik gepflegt wird. Sie bleibt, wie die in der ehemaligen Torschänke untergebrachte Atelier - Werkstatt, dem Anspruch verpflichtet, daß es auch in Zukunft am Küchenhof "einfach und schlicht" zugehen soll. Ein weiterer Wirtschaftsbetrieb, der Garten- und Landschaftsbau, kam hinzu. Der Außenbereich des Küchenhofs wurde ausgestaltet und nach historischem Vorbild ein Kräutergarten angelegt. 1988 wurde der Ausbau des alten Kuhstalls begonnen, und am 12. August 1990 konnte der heutige "Pilgersaal", ein schöner schlichter Raum für größere Veranstaltungen, eingeweiht werden. |
Der Küchenhof heute
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So ist der Küchenhof heute |
Ihr Engangment ist immer noch gefragt
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Immer noch ist die ehrenamtliche Mitarbeit die tragende Säule des Projekts, das sich weiter entfalten und noch mehr Menschen ansprechen möchte, die sich dem traditionellen Geist von Altenberg verbunden fühlen. Das reichhaltige Kulturprogramm, das der Aktionskreis initiiert und zum Teil aus dem Kreis seiner Mitglieder anbietet, liefert Anlaß und Anregung genug zum Mitmachen und Mitgestalten. Aber es soll auch nicht verschwiegen werden, daß der Aktionskreis weiterhin die finanzielle Unterstützung seiner Mitglieder und Freunde braucht. |
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Verantwortlich für den Inhalt |
Aktionskreis Altenberg e.V. |
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